Der Donau-Radweg zählt zu den beliebtesten Fernradwegen Europas und zieht jährlich zahlreiche Fahrradbegeisterte an, die die landschaftliche Schönheit sowie kulturelle Vielfalt entlang des zweitlängsten Flusses Europas entdecken möchten. Besonders der Abschnitt durch Ungarn bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Naturerlebnissen, historischen Städten und lebendiger Kultur – ideal für alle, die sportliche Aktivität mit Entspannung verbinden wollen.
Inhalt
- Der Donau-Radweg: Überblick und Bedeutung
- Abschnitte des Donau-Radwegs in Ungarn
- Sehenswürdigkeiten und kulturelle Highlights entlang der Strecke
- Infrastruktur und Radwegausstattung in Ungarn
- Tipps für die Planung einer Fahrradtour auf dem Donau-Radweg in Ungarn
- Kulinarische Besonderheiten und regionale Spezialitäten
- Fazit
Der Donau-Radweg: Überblick und Bedeutung
Der etwa 2850 Kilometer lange EuroVelo-Route führt von der Quelle der Donau im Schwarzwald bis zur Mündung ins Schwarze Meer an der rumänisch-ukrainischen Grenze vorbei an zehn Ländern, darunter Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien und Rumänien. Die Strecke ist gut ausgeschildert und größtenteils asphaltiert oder fein geschottert – perfekt für Familien wie auch ambitionierte Radfahrer.
Ungarns Teilstrecke gilt als besonders reizvoll aufgrund seiner Kombination aus urbanem Flair (Budapest), ländlicher Idylle (Pannonisches Tiefland) und historischer Bedeutung (mittelalterliche Burgen).
Abschnitte des Donau-Radwegs in Ungarn
Von der österreichisch-ungarischen Grenze bis Győr
Die Einreise nach Ungarn erfolgt meist über Hegyeshalom oder Rajka nahe Wien bzw. Bratislava; hier beginnt offiziell die ungarische Etappe des Radwegs Nr. 6 („Duna Kerékpárút“). Die ersten rund 70 Kilometer führen flach durch das westungarische Hügelland mit zahlreichen Weingütern und kleinen Dörfern.
Győr, eine bedeutende Barockstadt mit prächtigen Kirchen und einem lebendigen Innenstadtbereich, lädt zum Verweilen ein.
Von Győr nach Budapest

(© cendrowski – Fotolia.com)
Dieser Abschnitt umfasst ungefähr 120 Kilometer überwiegend ebene Wege entlang von Nebenarmen der Donau sowie ehemaligen Flussläufen. Die Route verläuft teilweise durch Naturschutzgebiete wie das Dunakanyar-Gebiet („Donauschlinge“), welches berühmt für seine beeindruckenden Landschaftsbilder ist.
Unterwegs bieten sich Stopps in kleineren Orten wie Komárom an – bekannt für seine Festungsanlagen – bevor man schließlich die pulsierende Hauptstadt erreicht.
Von Budapest nach Esztergom
Ab Budapest wird das Gelände etwas hügeliger; vor allem im Bereich der nördlichen Donauschleife zwischen Szentendre, Visegrád und Esztergom sind einige Steigungen zu bewältigen.
Esztergom beherbergt eine der größten Basiliken Mitteleuropas mit fantastischem Ausblick über die Donau ins slowakische Grenzgebiet.
Weiterfahrt Richtung ungarisch-slowakische Grenze bei Visegrád
In diesem letzten Abschnitt wechseln sich idyllische Flussuferabschnitte mit historischen Orten ab; Visegrád selbst ist berühmt für seine mittelalterliche Burganlage hoch über dem Fluss – ein lohnendes Ziel vor dem Übertritt nach Slowakei.
Sehenswürdigkeiten und kulturelle Highlights entlang der Strecke
- Győr: Barocke Altstadt mit Dom St.-Ignatius.
- Komárom: Historische Festungen auf beiden Seiten der Donau.
- Budapest: Parlament, Budaer Burgviertel, Thermalbäder.
- Szentendre: Künstlerdorf mit mediterranem Flair.
- Visegrád: Königliche Burganlage aus dem Mittelalter.
- Esztergom: Nationalheiligtum mit riesiger Basilika.
Darüber hinaus laden diverse Museen, lokale Märkte sowie traditionelle Feste zum Besuch ein.
Infrastruktur und Radwegausstattung in Ungarn
Ungarn hat in den letzten Jahren intensiv in den Ausbau seines Radroutennetzes investiert; insbesondere am Donauradweg finden sich regelmäßig Rastplätze mit Sitzgelegenheiten, Trinkwasserstationen sowie Informationsschilder auf Deutsch und Englisch.
Auch Fahrradwerkstätten sind häufig anzutreffen – ideal für kleinere Reparaturen unterwegs.
Die Unterkünfte reichen von Campingplätzen über Pensionen bis hin zu Hotels speziell für Radreisende („Bikefriendly-Hotels“) mit sicheren Abstellmöglichkeiten.
Tipps für die Planung einer Fahrradtour auf dem Donau-Radweg in Ungarn
- Beste Reisezeit: Mai bis September wegen angenehmer Temperaturen.
- Wetterbedingt empfiehlt sich wetterfeste Kleidung einzupacken.
- Navigationshilfen: GPS-Tracks sind online verfügbar; dennoch sollte man Kartenmaterial dabei haben.
- Tagesetappen sollten je nach Fitnessniveau geplant werden (zwischen 40–80 km).
- Frühzeitige Buchung von Unterkünften während Hauptsaison ratsam.
- Sprachkenntnisse: Grundkenntnisse im Englischen hilfreich; viele Touristenziele sind gut vorbereitet.
Kulinarische Besonderheiten und regionale Spezialitäten
Entlang des Weges können Reisende typische ungarische Gerichte genießen:

(© pavel siamionov – stock.adobe.com)
- Gulaschsuppe (Gulyásleves)
- Paprikahuhn (Paprikás csirke)
- Langos (frittierter Hefeteig)
Weinliebhaber schätzen vor allem den Weißwein aus dem Tokaj-Gebiet östlich von Budapest sowie Rotweine aus Eger oder Villány.
Zahlreiche Gasthäuser bieten zudem hausgemachte Strudelvariationen oder Palatschinken als süße Nachspeisen an.
Fazit
Der Donau-Radweg durch Ungarn verbindet sportliche Herausforderung mit kulturellen Entdeckungen auf einzigartige Weise: Vom ruhigen Westteil nahe Österreich über die Metropole Budapest bis hin zur malerischen Nordschleife gibt es facettenreiche Eindrücke zu sammeln – sei es Naturidylle, historische Bauwerke oder kulinarische Genüsse.
Für Radreisende aller Erfahrungsstufen stellt dieser Streckenabschnitt somit eine ideale Möglichkeit dar, Land und Leute aktiv kennenzulernen – eingebettet in eines der schönsten europäischen Flusslandschaften überhaupt. Dabei geht es an zahlreichen schönen Reisezielen Ungarns vorbei.
Eine sorgfältige Vorbereitung hinsichtlich Route, Ausrüstung sowie Unterkunft sorgt dafür, dass diese Fahrradtour zu einem unvergesslichen Erlebnis wird!





