Antigua und Barbuda ist ein Inselstaat in der Karibik und liegt südöstlich von Puerto Rico. Der sogenannte Antillenstaat gehört den Inseln über dem Winde an und ist insgesamt 442,6 km² groß. Die größte Insel ist mit 280 km² Antigua, hier ist auch die Hauptstadt Saint John’s. Barbuda hat eine Flächengröße von 161 km². Zum Inselstaat gehört auch die unbewohnte Felseninsel Redonda und eine Reihe ganz kleiner Inselchen.
Inhalt
1.) Wilde Natur
Die Entstehung der Insel gehört auf einen Vulkanausbruch vor mehr als 34 Millionen Jahre zurück. Wachsende Steinkorallen förderten die Kalkablagerungen in nordöstlicher Richtung, vor allem die Hauptinsel besteht aus Kalkformationen. Der Mount Obama ist mit 402 Metern der höchste Punkt der Insel und des Inselstaates. Er stellt auch den Rest des Vulkankraters im Südwesten dar. Auf Barbuda besteht die Oberfläche aus einem großen Korallenriff. Zwar ist diese Insel naturbelassen, sie wird aber wie Antigua von zahlreichen Stränden, Buchten und Lagunen bereichert. Um die Inseln herum sich zahlreiche Korallenriffe und Untiefen vorhanden.
2.) Mildes Klima
Das Klima auf Antigua und Barbuda ist typisch für die Karibik und zeichnet sich durch tropische Bedingungen aus. Die Inseln liegen in der Nähe des Äquators, was zu ganzjährig warmen Temperaturen führt. Im Durchschnitt liegen die Tageshöchsttemperaturen bei etwa 29 bis 31 Grad Celsius, während die Nächte mit rund 23 bis 25 Grad angenehm mild bleiben.
Die Jahreszeiten auf Antigua und Barbuda lassen sich grob in eine Trocken- und eine Regenzeit unterteilen. Die Trockenzeit erstreckt sich von Dezember bis April und ist geprägt von wenig Niederschlag, viel Sonnenschein und angenehmen Passatwinden aus nordöstlicher Richtung. Diese Monate gelten als die beste Reisezeit, da das Wetter stabil und trocken ist.
Die Regenzeit beginnt im Mai und dauert bis November an. In dieser Zeit treten häufig kurze, aber heftige Regenschauer auf, oft am Nachmittag oder Abend. Trotz der Niederschläge bleibt es meist warm und feucht. Besonders im September und Oktober steigt das Risiko für Hurrikane, da diese Monate zur Hauptsaison der tropischen Wirbelstürme gehören. Antigua und Barbuda sind daher gut vorbereitet, um den möglichen Auswirkungen solcher Stürme entgegenzuwirken.
Übersicht für Antigua und Barbuda
| Monat | Ø -Temperatur (°C) | Regentage | Wassertemperatur (°C) |
| Januar | 26 | 8 | 26 |
| Februar | 26 | 6 | 26 |
| März | 27 | 7 | 27 |
| April | 28 | 9 | 28 |
| Mai | 29 | 15 | 29 |
| Juni | 30 | 18 | 29 |
| Juli | 30 | 17 | 29 |
| August | 30 | 20 | 29 |
| September | 29 | 22 | 29 |
| Oktober | 28 | 21 | 28 |
| November | 27 | 14 | 27 |
| Dezember | 26 | 10 | 26 |
Die Luftfeuchtigkeit liegt das ganze Jahr über relativ hoch, was zusammen mit den hohen Temperaturen ein typisches tropisches Klima prägt. Die Meeresbrisen sorgen jedoch dafür, dass sich die Hitze oft erträglich anfühlt.
Insgesamt bietet das Klima auf Antigua und Barbuda ideale Bedingungen für Urlauber, die Sonne, Meer und warme Temperaturen suchen. Die Kombination aus beständiger Wärme, einer ausgeprägten Trockenzeit sowie dem grünen Wachstum während der Regenzeit macht die Inseln zu einem attraktiven Reiseziel in der Karibik.
3.) Lange Geschichte
Schon rund 10.000 Jahre v. Chr. lebten Indianer vom Stamm der Siboney – auch Steinmenschen genannt – auf den Inseln. Sie wurden von den Arawak-Indianern verdrängt, nach diesen siedelten sich die Kariben aus Südamerika an und verbreiteten sich in der Region. Christoph Columbus kam 1493 an und brachte damit eine Wende. Die hier lebenden Indianer wurden von den Spaniern zur Sklavenarbeit herangezogen und auch verschleppt. Eine Besiedelung durch Briten, Franzosen oder Spanier blieb erfolglos.
4.) Urlaub vom Feinsten
Auf Urlauber wartet ein umfangreiches Angebot an Sehenswürdigkeiten, Naturschönheiten, Stränden und Ausflugszielen. Am liebsten besuchen die Touristen natürlich die Strände, wo sonst bekommt man eine solch herrliche Natur zu Füßen gelegt? Valley Church Beach oder Half Moon Bay sind die Beliebtesten, Nelson’s Dockyard ist besonders bei Skippern eine beliebte Anlaufstelle.
5.) Mit dem Kreuzfahrtschiff anreisen
Wer nicht individuell nach Antigua und Barbuda anreisen möchte, kann dazu auch eine Kreuzfahrt buchen. Mittlerweile kommen auch in diesen Winkel der Welt Kreuzfahrtschiffe. Die Hauptstadt St. John’s ist dabei das Ziel aller Urlauber, denn sie ist auf jeden Fall eine ausgiebige Besichtigung wert. Historische Straßen und Häuser und wunderschöne Viertel sind wirklich einen Besuch wert. Auch Restaurants oder Cafes und kleine Geschäfte sind vorhanden. Anfang August lohnt es sich besonders herzukommen, denn nun findet der Mid Summer Carnival statt. Auch hier gibt es farbstarke und prächtige Straßenumzüge, allerdings werden sie musikalisch von karibischen Klängen der Calypso-, Reggae- oder Steelbands begleitet.
6.) Badeurlaub an traumhaften Stränden

Alle Urlauber, die eher die Ruhe lieben, sollten sich auf die in der Nähe von St. John’s befindlichen ruhigen Badeorte konzentrieren. Fort Bay beispielsweise, aber auch Runaway Bay oder Dickenson Bay sind ideal dazu. An Dickenson Bay gibt ist das Strandleben quirliger, hier gibt es auch Hotels, Restaurants und Bars und nicht zu vergessen, die allgegenwärtigen Wassersportangebote. Auch auf Redonda, der dazugehörenden 3. Insel, gibt es viel Ruhe und Natur. Redonda ist übrigens ein Königreich, das keinem Staat angehört. Hier leben keine Menschen mehr, lediglich ein paar verlassene Ziegen und unzählige Urbewohner teilen sich das nur knapp 1,6 lange und einen halben Kilometer breite Eiland.
Reisetipps
Antigua und Barbuda sind traumhafte Karibikinseln, die mit ihren weißen Sandstränden und dem türkisfarbenen Wasser begeistern.
Anreise: Für die Anreise empfiehlt sich ein Flug zum V.C. Bird International Airport auf Antigua, der gut von Europa aus zu erreichen ist, meist mit Zwischenstopp in London oder Miami.
Hoteltipps: Als Hoteltipp eignet sich das „Hermitage Bay“, ein luxuriöses Resort direkt am Strand mit hervorragendem Service und privater Atmosphäre – ideal für Erholungssuchende. Wer es etwas lebhafter mag, findet im „St. James’s Club & Villas“ eine gute Mischung aus Komfort und Aktivitäten.
Must-Sees: Must-Sees auf Antigua sind definitiv die Nelson’s Dockyard, eine historische Marinebasis mit Museen und Restaurants, sowie der Shirley Heights Lookout, von dem man einen atemberaubenden Blick über die Insel hat. Nicht verpassen sollte man auch einen Ausflug zu den 365 Stränden Antiguas – für jeden Tag des Jahres einer! Ein Schnorcheltrip rund um Cades Reef ist ebenfalls sehr empfehlenswert.




