Sofia, Bulgarien

© silver-john - Fotolia.com

Sofia – eine Städtereise in die bulgarische Hauptstadt

Categories Bulgarien- - - Posted on

Letzte Funde deuten auf eine steinzeitliche Siedlung hin, die älter als 8000 Jahre ist. Die lange Historie ist in der Stadt spürbar und viele historische Denkmäler und Sehenswürdigkeiten gibt es in der Hauptstadt zu entdecken.

Ganz egal ob man mit Kindern auf die Reise nach Sofia geht, ob man alleine dort zu Besuch ist oder zusammen mit einem Partner, Sofia bietet für jeden Geschmack und Geldbeutel genau das richtige. Jede Menge Sehenswürdigkeiten, interessante Museen, schöne Einkaufsstraßen, ein abwechslungsreiches Nachtleben und ein gutes gastronomisches Angebot sind hier zu finden.

Die Geschichte Sofias

Der Ursprung Sofias geht in die weite Vergangenheit zurück. Nach dem archäologischen Fund wurde diese Region vor 8000 Jahren besiedelt, sprich in der Steinzeit. Vor 5000 Jahren gehörte dieses Gebiet zu dem großen Zentrum der Balkanhalbinsel. Die Stadt Sofia gehört zu den ältesten Städten des Kontinents.

Die Thraker und die Römer

Ca. 7 Jahre v. Chr. Wurde die Stadt von thrakischem Stamm Serden besiedelt. Damals wurde die Stadt zum ersten Mal urkundlich mit dem Namen „Serdika“ erwähnt. Anschließend wurde die Stadt unter die Verwaltung der Makedonier gestellt. Im 3. Jahrhundert vor Chr. wurde die Stadt von Römern erobert und die Römer ernannten die Sofia als die Hauptstadt des Inneren Dakien.
Entlang der römischen Straße von Naisus bis Konstantinopel wurde die Stadt zu einem wichtigen Haltepunkt. Heute kann man in Sofia das frühere Dasein der Römer und Thraker immer noch betrachten. Viele archäologische Reste wie Tore und Türme der Stadtmauer, Gebäude und alte Straßen der Serdika kann man bis heute noch erleben und besichtigen.

Sofia in Zahlen:

  • Kontinent: Europa
  • Land: Bulgarien
  • Fläche: 492,092 km²
  • Einwohnerzahl: 1,3 Millionen
  • Bevölkerungsdichte: 2.503 Einwohner pro km²
  • Höhe: 595 m
  • Flüsse: Iskar

Das Bulgarische Reich

Im Jahr 447 nach Christus wurde die Stadt von Hunnen und Attila geplündert und 809 nach Christus kamen die Ersten Truppen der Bulgaren und nahmen die Stadt ein. Das Bulgarische Reich wurde gegliedert. Durch die gute Lage der Stadt wurde Sofia zu einem Zentrum des bulgarischen Reichs.

In der Nächsten Zeit wurde die Stadt von der Byzantiner der Herrschaft übernommen, und vorerst hat die Blütezeit für Sofia ein Ende genommen. Aber die Bulgaren gaben nicht nach und das Zweite Bulgarische Reich wurde gegründet. In der Zeit erhielt die Stadt ihren heutigen Namen „Sofia“. Die Stadt wurde nach der Kirche „Sv. Sofia“ benannt.

Im Jahr 1878 lebten in der Stadt Sofia nur noch 20.000 Menschen und die Infrastruktur war in einem sehr schlechten Zustand. Nur ein Jahr später wurde die Stadt zur Hauptstadt Bulgariens erklärt und die Lage in Sofia verbesserte sich und hat einen neuen Aufschwung genommen.

Der Zweite Weltkrieg

In der Zeit des Zweiten Weltkrieges wurde die Hauptstadt sehr beschädigt, konnte sich aber relativ schnell von dem Krieg erholen und wurde wieder schnell aufgebaut.

Sehenswürdigkeiten in Sofia – Kirchen und Moscheen

Das Wahrzeichen Sofias ist die Alexander-Newksi-Kathedrale. Die Kathedrale steht in der Mitte der Stadt und drückt die Dankbarkeit der Bulgaren gegenüber den Russen aus, die diese von den Osmanen befreit haben. Die Kirche kann 5.000 Besucher aufnehmen und seine Inneneinrichtung ist beeindruckend. Die älteste Kirche der Stadt ist die Kirche des Heiligen Georgs. Der rundliche Bau reicht bis in die Römerzeit im vierten Jahrhundert zurück. Die Kirche ist zurzeit ein Museum und es können die Fresken im Innern besichtigt werden. Ein weiteres kirchliches Highlight ist die Banya Bashi Moschee. Sie ist die einzig verbliebene genutzte Moschee und wurde bereits 1576 fertiggestellt. Herausragend ist die Kuppel des Bauwerkes.

Sehenswürdigkeiten Sofia
© Alexandr – Fotolia.com

Der Zoologische Garten ist Bulgariens größter Zoo und mit einer langen Tradition behaftet. Besucher können hier über 240 verschiedene Tierarten besichtigen. Gegründet wurde der Zoologische Garten bereits 1888 und ist somit einer der ältesten Zoos in Osteuropa.

Bedeutende Museen der Stadt

Da die Geschichte Sofias bereits bis in die Steinzeit zurückreicht, ist ein Besuch des Archäologischen Museums schon beinahe Pflicht. Untergebracht ist das Museum in einer alten Moschee, die um 1470 erbaut wurde. In diesem Museum findet man kulturelle und geschichtliche Exponate von der Steinzeit bis zum bulgarischen Reich.

Ein weiteres interessantes Museum im Herzen von Sofia ist das Nationalgeschichtliche Museum. Hier erfährt der Besucher alles über die Geschichte der Bulgaren. Insgesamt beinhaltet das Museum 650.000 Objekte und ist damit das größte Museum Bulgariens.