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Massentourismus – diese Reiseziele sollten Sie 2018 meiden!

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Der Massentourismus wird für viele Städte und Regionen immer mehr zum Problem. Dies betrifft vor allem die TOP Destinations und das auf der ganzen Welt. Der Tourismus ist inzwischen ein sehr wichtiger wirtschaftlicher Faktor. 2016 reisten weltweit mehr als 1 Milliarde Menschen ins Ausland.

Doch der Boom hat auch seine Schattenseiten. Besonders betroffen ist meistens die einheimische Bevölkerung. So steigen seit Jahren in den touristischen Hochburgen die Preise für den Lebensunterhalt. Dazu kommt der ständige Lärm den die Touristen verursachen. Auch die Verschmutzung, vor allem durch weggeworfene Plastikprodukte, nimmt immer weiter zu. So zeigen immer mehr Bewohner ihren Unmut gegen die Touristenmassen, indem sie Demonstrieren oder Plakate und Schilder aufhängen.

Aber auch der Tourist sollte sich die Frage stellen ob man diese Massenabfertigung noch länger mitmachen möchte. Schließlich gibt es auf der Welt noch viele touristische Reiseziele die nicht überlaufen sind.

Viele der überfüllten Städte haben dies bereits erkannt und steuern dagegen. Teilweise werden sogar Strände gesperrt oder die Besucherzahlen für Sehenswürdigkeiten oder Museen beschränkt.

Damit auch sie einen Teil dazu beitragen sollten sie diese Städte und Urlaubsorte 2018 lieber meiden.

1.) Barcelona – Touristen-Magnet mit Folgen

Barcelona
Park Güell Barcelona (Bildrechte: Mariamichelle – Pixabay.com)

Die katalanische Hauptstadt Barcelona ist eine der beliebtesten Städte für Touristen in Europa. Einmalige Sehenswürdigkeiten, interessante Museen, einen tollen Stadtstrand, viele Einkaufsmöglichkeiten und ein abwechslungsreiches Nachtleben sind Gründe warum Barcelona bei Touristen so beliebt ist.

Jedoch hat der Massenansturm auch seine Nachteile. Verstopfte Plätze und Straßen, lange Warteschlangen an den touristischen Highlights, Lärm von Partytouristen und jede Menge weggeworfener Müll zerstören das einst erstklassige Bild von Barcelona.

Die Begeisterung der Einheimischen für die Touristen nimmt spürbar ab. Proteste und sogar Angriffe auf Touristen nehmen immer mehr zu. Die Stadt möchte mit weniger Betten, weniger Schiffe und mehr Nachtruhe gegensteuern. Ob das jedoch ein Verbesserung mit sich bringt ist fraglich?

2.) Amsterdam – Touristenmassen in der Grachtenstadt

Amsterdam
Rotlichtbezirk Amsterdam (Bildrechte: PublicDomainPictures – Pixabay.com)

Amsterdam war einst die Stadt der malerischen Grachten und der wunderschönen Alten Häuser. Doch heute ist die niederländische Hauptstadt nur noch eine Stadt der verstopften Gassen bzw. Grachten und betrunkener Partytouristen. Amsterdam stöhnt wie keine andere Stadt unter den Touristenmassen.

Innerhalb der letzten 10 Jahre hat sich die Besucherzahl verdoppelt. 2016 wurden in Amsterdam rund 10 Millionen Übernachtungen gezählt, dazu kommen noch die vielen Tagestouristen. Nun wehren sich die Anwohner und die Stadt will reagieren. Mit einer Fremdenverkehrssteuer sollen die Billigunterkünfte verteuert werden um so den Tourismus im „oberen Segment“ anzukurbeln. Vermutlich ist das Problem inzwischen viel zu groß ums es so in den Griff zu bekommen.

3.) Capri – Insel mit längst verflogenem Charme

Hafen auf Capri – (Bildrechte: DEZALB – Pixabay.com)

Einst war die italienische Insel Capri die Insel der Reichen und Schönen. Schöne Strände, sehenswerte kleine Städte, erstklassige Restaurants und viele Shoppingmöglichkeiten waren das Markenzeichen von Capri. Doch 2018 ist alles anders.

Touristenströme belagern die Strände, verstopfen die engen Straßen, belegen die Betten und sorgen für lange Warteschlangen vor den Restaurants und Geschäften. Bis zu 15.000 Tagestouristen strömen an einem Wochenende auf die kleine Insel. Dazu kommen noch die überteuerten Preise. So kostet eine 5 minütige Fahrt mit dem Boot durch die Blaue Grotte rund 30 Euro. Urlaub sieht für uns anders aus.

4.) Hallstatt – Invasion der Chinesen

Hallstatt
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Die idyllisch gelegenen Gemeinde Hallstatt am Hallstätter See im Salzkammergut war immer ein Paradies für Erholungs- und Aktivurlauber. Doch seit dem Jahr 2012 hat sich in Hallstatt einiges geändert.

Denn im Jahr 2012 wurde im Süden Chinas Hallstatt nachgebaut. Nachdem immer öfters in den Chinesischen Medien darüber berichtet wurde, wollten die sehr reisefreudigen Chinesen auch das Original sehen. So machten sich ganze Horden von Chinesen auf den langen Weg nach Österreich um Hallstatt zu besichtigen. So strömen in den Sommermonaten am Tag mehrere tausend Besucher aus China in den nur 900 Einwohner zählenden Ort. Von Idylle ist in Hallstatt im Sommer leider nichts mehr zu spüren.

5.) Bali – das Müllparadies

Massentourismus Bali
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Bali war einst das Paradies für Strandurlauber und Taucher. Bali war immer das tropisches Paradies mit immergrünen Reisfeldern, traumhaften Sonnenuntergängen und einzigartigen Surf- und Tauchbedingungen. Doch wer 2018 auf die Insel der Götter reist der wird geschockt sein.

Die Realität ist leider anders. Die Insel leidet unter dem Verkehr. Unzählige Roller und Baustellen, eine schlechte Infrastruktur und jede Menge Luftverschmutzung sind Folgen der Zivilisation. Dazu kommen Berge von Müll am Straßenrand und am Strand. Eine weitere Belastung ist das viele Plastik – das regelmäßig verbrannt wird und dann als giftige Rauchwolke über die Insel weht. Ein Paradies sieht auf jeden Fall anders aus!