Gardasee, ein Paradies

Torbole am Gardasee

Goethes große Liebe zu Italien begann beim Anblick des Städtchens Törbole am Nordufer des Gardasees. Das war 1789. Wer heute von den Bergen des Trentino in Richtung Süden reist, der wird den großen Dichter verstehen. Denn noch immer macht der Lage di Garda, wie der Gardasee hier heißt, einfach süchtig.

Tórbole hat sich zum Dorado der Surfer und Sonnenanbeter entwickelt. Dennoch sind die Gassen herrlich romantisch, so wie in allen Dörfern und Städtchen rund um den See.

Viele Häuser leuchten in schönsten Pastelltönen, und an fast jeder Ecke lockt ein Restaurant mit bester italienischer Küche und tollen Weinen. Berühmte Anbaugebiete für edle Tropfen sind Bardolino und Valpollicella. Genießen kann man sie überall rund um den Gardasee - in Malcesine mit seiner mittelalterlichen Altstadt, im bildschönen Lazise oder im Städtchen Sirmione, das großartig auf einer schmalen, drei Kilometer langen Landzunge liegt.



Zu solch einem Gewässer gehört natürlich auch eine Traumstraße. Die „ Gardesana Occidentale" führt am Westufer entlang von Salb nach Limone. Auf der rechten Seite bietet die Tour fantastische Aussichten auf den Gardasee, links der Straße ragen stolze Berge bis zu 2000 Meter in die Höhe.

Limone ist ein liebenswertes Fleckchen. Das alte Viertel des Ortes ist autofrei und nach wie vor versprüht Limone den unwiderstehlichen Charme eines hübschen Fischerdorfes. In den urigen Restaurants kommen fangfrische Gardasee-Forellen und Polenta, der für Norditalien typische Maisgriesbrei, auf den Tisch.

Wer am Gardasee hoch hinaus möchte, der fährt mit der 1962 eingeweihten Seilbahn von Ma1cesine aus zur 1790 Meter hoch gelegenen Bergstation an den Gipfeln des Monte- Baldo-Massivs. Hier oben blühen dunkler Enzian und hellgelbe Himmelsschlüsselchen. Und tief unten strahlt der Gardasee in seinem schönsten Blau. Außer Wein hat das Olivenöl vom Gardasee Weltruhm erlangt. Eine Flasche ist ein leckeres Souvenir vom See, an den fast jeder eines Tages zurückkommt. Vermutlich würde sich Goethe heute auch die eine oder andere Flasche gönnen.